Umgang mit besamten Königinnen
Frisch besamte Königinnen sind den Anforderungen in großen Etragsvölkern nicht gewachsen. Offensichtlich beginnt die Pheromonausscheidung langsamer zu steigen als dies bei natürlich gepaarten Königinnen der Fall zu sein scheint. Nach der Überwinterung werden Sie keinerlei Unterschiede in Fruchtbarkeit und Verhalten im Vergleich mit natürlich gepaarten Königinnen feststellen können. Sofern die besamten Königinnen sich in Kirchhainern, Minis o.ä. befinden und folglich in Völker eingeweiselt werden müssen, anbei einige Tips die es sich zu beherzigen gilt:
- Eierlegende Königinnen vorerst nicht in Völker / Ableger einweiseln (Verlustquote 50%)
- Das Ausreifen einer natürlich gepaarten Königin dauert 4-6 Wochen, eine besamte Königin brauch wohl noch länger (Verhalten, Pheromonausscheidung)
Das Einweiseln in Ertragsvölker / Ableger nach Mitte September:
- Grundsätzlich nur ausgereifte Königinnen zusetzen
- Jungkönigin mit 4 Jungbienen in Zusetzkäfig, mit Futterteig verschlossen
- Alte Königin aussuchen, Käfig mit Jungkönigin und Begleitbienen in den Futterkranz der gleichen Brutwabe, auf welcher sich die AltKönigin befand, leicht eindrücken
- Kontrolle nicht notwendig
- Verlustquote: März bis Mai: ~ 0%, September ~ 2%, Oktober ~ 0%
NICHT wie oft behauptet die auszutauschende Königin eine Woche vorher käfigen, auch nicht wenige Stunden!
SONDERN: Altkönigin einfangen, gleich die (reife) Jungkönigin wie oben beschrieben einhängen.
ACHTUNG: Während der Schwarmzeit scheinbar wiesellose Völker nie mit wertvoller Königin umweiseln, meistens ist eine unbegattete Königin vorhanden. Auch der Monat August ist eine denkbar schlechte Zeit zum Umweiseln. Sehr oft herrscht wegen Räubereigefahr eine gereizte Stimmung in den Völkern. Andere Völker sind im Begriff still umzuweiseln, es befinden sich zwei Königinnen im Volk!
Weitere Literatur zum Thema Umweiseln: Bruder Adam, Meine Betriebsweise
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| Auswertungsformular 2010.pdf | 13.09 KB |
