Honig

Die 20.000 bis 25.000 Flugbienen eines 50.000 Arbeitsbienen zählenden Volkes sammeln den Rohstoff für den Honig: Nektar aus den Blüten von Blumen, Sträuchern und Bäumen und der Honigtau der Läuse an Nadeln und Blättern. 50.000 Sammelflüge sind für die Produktion von 1 kg Honig erforderlich. Dabei werden 3-5 Millionen Blüten beflogen und gleichzeitig bestäubt. Schon beim Heimflug setzt die Sammlerin dem Nektar und Honigtau körpereigene Enzyme zu. lm Bienenstock übernehmen die Stockbienen das Sammelgut, lagern es in die Zellen der Waben ein und vollenden die Umwandlung in Honig: Wasser wird entzogen, Zucker wird invertiert, Enzyme werden zugesetzt. Am Ende werden die mit Honig gefüllten Zellen mit einer dünnen Wachsschicht verschlossen. Honig ist die Energienahrung des Bienenvolkes. Es verbraucht davon für seinen eigenen Bedarf etwa 50 kg im Jahr.

Honig ist ein wertvolles Naturprodukt und Nahrungsmittel. Er enthält neben Einfach- und Mehrfachzucker auch Wasser und diverse sonstige Inhaltsstoffe, z.B.:

  • Mineralien (Calcium, Kalium, Magnesium, Eisen und andere)
  • Enzyme (Glucose-Oxiadase, Phosphatase, Invertase…)
  • Vitamine (Vitamin A, Vitamin C, Vitamin B1 …)
  • Aminosäuren (Alanin, Cystein, Lysin, Methionin, Tryptophan, Valin …)
  • Aromastoffe (Carbonsäure, Phenylessigsäurester …)
  • Inhibine (Flavonoide, Glucose-Oxidase,Wasserstoffperoxid …), Bakterizide
  • Säuren (Glyconsäure und andere organische Säuren z. B. Zitronensäure …)
Durch den Kauf von Honig aus ihrer Region unterstützen Sie somit aktiv die Bestäubungsleistung und Artenvielfalt vor Ort. Weitere Informationen finden Sie im Dokument "Lëtzebuerger Hunneg".

Wachs

Bienenwachs ist ein Stoffelwechselprodukt der Bienen. Sie scheiden es aus ihren Wachsdrüsen am Hinterleib aus. Aus dem Wachs bauen sie dann die Waben, in denen die Brut und die leckeren Bienenprodukte eingelagert und verdeckelt werden.

Propolis

Propolis ist eine Mischung aus Schutzsubstanzen, die die Bienen an Pflanzen wie z.B. Bäumen sammeln und verarbeiten. So entsteht ein Kittharz, das als Baustoff im Bienenvolk dient, z.B. zum Abdichten von Ritzen in der Wohnhöhle (oder Bienenbeute). Die chemische Zusammensetzung von Propolis ist hoch komplex.

Pollen

Pollen ist für die Bienen die wichtigste Nährstoffquelle, die das Überleben und die Produktivität des Volkes sichert. Die Biene bepudert sich beim Eindringen in die Blüte mit dem mikroskopisch kleinen Pollenkörnern und konzentriert diese am Hinterbein zu einer Kugel. Im Allgemeinen stammt der von den Bienen gesammelte Pollen nur von wenigen Pflanzenarten. Auf dem Foto sind deutlich die markanten Pollenhöschen an den Hinterbeinen und der Pollenstaub auf dem Rücken der Bienen zu erkennen.

In Luxemburg dominieren im Zeitraum Mai – August im Landesmittel: Weißklee, Raps und seine Verwandten, Vogelbeere-Arten, Rotklee, Wegereich-Arten, Mädesüß, Birke, Mohn-Arten, Kratzdistel-Arten und Pollen von Kulturgräsern. Der Maisanteil macht nur einen geringen Anteil aus. Weide und Löwenzahn werden in den Monaten März bis April gesammelt.

Die Bienen decken ihren Bedarf an Eiweiß, Mineralstoffe und Fetten fast ausschließlich über den Pollen, den sie sammeln. Der Bedarf an Kohlenhydraten wird durch das Sammeln von Nektar gedeckt. Für den Verbraucher ist Pollen ebenfalls von Interesse. Mittels einer Pollenfalle kann Pollen von den Sammelbienen beim Einflug in den Stock gesammelt und verwertet werden.

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